Yahoo! - Aktuelle Aktien News und Hintergrundinfos

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Hier gibt es aktuelle News und Hintergrundinfos zum Kurs sowie Investmentideen zur Yahoo! Aktie.

Die Updates enthalten relevante und konzentrierte Informationen zur Yahoo! Aktie, einer möglichen Prognose bzw. Kursziel für den Aktienkurs, Charts sowie eine Einschätzung für unser Heibel-Ticker Portfolio, die Aktie zu kaufen oder nicht.

In unseren Informationen zu den einzelnen Positionen führen wir immer die jeweilige ISIN bzw. WKN der Aktie auf, geben eine aktuelle Bewertung für zu erwartende Entwicklungen ab und fokussieren uns auf eine faktenbasierte Analyse. Ebenso berichten wir über die zu erwartende Dividende und unsere Erfahrungen mit dem Unternehmen der Aktie.

Sie finden hier archivierte Heibel-Ticker PLUS Updates zur Yahoo! Aktie. Die Updates sind für FREE Leser 3 Monate nach der Veröffentlichung frei zugänglich. PLUS Mitglieder erhalten die Updates direkt nach der Veröffentlichung, in dringenden Fällen zusätzlich eine Express-SMS, und können die Updates tagesaktuell einsehen.

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14.8.:
Susan Decker, die ehemalige Finanzchefin und jetzige Präsidentin von Yahoo!, hat soeben 1,1 Mio Aktien gekauft. Das sind schlappe 25 Mio. US-Dollar, die diese Dame in das eigene Unternehmen investiert. Na, wenn das kein Statement ist. Denken Sie daran: Es gibt viele Gründe für Insider, die eigenen Aktien zu verkaufen: Diversifizierung, Hauskauf, Scheidung, usw. Aber es gibt nur einen Grund, Aktien zu kaufen: Überzeugung, dass es sich lohnt!

8.7.07:
Es bleibt bei Spekulationen. Immerhin hat Bear Stearns in einer streng vertraulichen Beratungsstudie für Yahoo! die Übernahme von Facebook für 5-6 Mrd. USD empfohlen. Diese kleine Info, die an die Öffentlichkeit gesickert ist, hat es in sich: So weit sind die Preisvorstellungen auseinander, denn Facebook selbst schätzt seinen Wert auf das Doppelte.

Interessant jedoch ist, dass sich die Gerüchte immer wieder um die Übernahmemöglichkeiten drehen. Aus eigener Kraft wird es Yahoo! immer weniger zugetraut, den Anschluss zu bekommen.

31.7.:
Yahoo! braucht eine neue Richtung. Erste Managemententscheidungen sind gefallen, aber eine neue Richtung ist noch nicht zu erkennen. Immer wieder werden Übernahmen und Fusionen diskutiert:

Facebook, eine Art Studenten- und ehemaligen-Netzwerk, sollte übernommen werden. Das private Unternehmen schätzt seinen eigenen Wert auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

Eine Kooperation / Fusion mit dem ebenfalls gefallenen Internetpionier AOL, heute im Time Warner Konzern untergebracht und nur noch ein Schattendasein fristend.

Und nun wird dem Fux Rupert Murdoch, Inhaber des Medienkonzerns News Corp., der richtige Riecher für einen guten Verkaufszeitpunkt unterstellt: Vor einem Jahr hat er MySpace gekauft, nun könnte er ein Viertel an Yahoo! verkaufen und damit bereits seinen Kaufpreis wieder hereinspielen.

Die Anlegergemeinde scheint sich mehr Gedanken über solche Möglichkeiten zu machen, als das Management. Warten wir ab.

10.7.:
Die ersten Reformschritte sind unterwegs: Yahoo! Photo sowie Yahoo! Musicmatch werden abgeschaltet. Nutzer, auch diejenigen, die ein lebenslanges Abo bezahlt haben, werden aufgefordert, zu Yahoo! Flikr (für Photos) bzw. zu Yahoo! Music (für Musicmatch) zu wechseln. Klar, das die Nutzer verärgert sind. Für Yahoo! waren diese parallelen Dienste jedoch Unsinn und die Entscheidung ist daher nachvollziehbar.

Es bleibt spannend bei Yahoo!: Noch immer gibt es keine verläßlichen Zahlen, wie sich die neue Werbeplattform Panama entwickelt. Aber die Gerüchteküche brodelt, dass Jeff Weiner, der verantwortlich ist für die Entwicklung von Panama, gegebenenfalls das Unternehmen verläßt. Wenn das der Fall sein sollte, dann würde ich dies als Zeichen werten, dass Panama die Erwartungen nicht erfüllen kann. Halten.

5.7.:
Ein langer Artikel der New York Times geht auf die Fähigkeiten der neuen Präsidentin Sue Decker ein, Yahoo! auf Erfolgskurs zu bringen. Von Gründer und CEO Jerry Yang wird nicht viel gesprochen. Tatsächlich sieht es so aus, als hätte man Terry Semel auf den exponierten Chefsessel gehoben, damit Sue Decker im Hintergrund arbeiten kann.

Gestern wurde ein neuer Dienst von Yahoo! gestartet: SmartAds. Yahoo! vermeidet den Vergleich mit AdSense von Google, unterm Strich ist es jedoch die Antwort darauf. Mit Hilfe von SmartAds kann jede Webeseite Werbung von Yahoo! auf die eigene Seite steuern und wird je nach Klickraten dafür bezahlt.

So langsam gerät der Laden in Bewegung. Es ist gut, das zu sehen - auch wenn der Kurs erst nochmals etwas Richtung Süden driftet. Halten.

27.6.:
vergangene Woche Montag Abend wurde Terry Semel nach Hause geschickt, Co-Gründer und zweitgrößter Einzelaktionär Jerry Yang übernahm das Ruder. Mit ihm kam auch David Filo als technischer Leiter zurück. Die beiden gehörten zum Stammteam, dass 1994 in den Universitätsräumen Yahoo! gegründet hat.

Damit ist nun endlich Terry Semel aus dem Weg geräumt. Er verfolgte die falsche Strategie: Web 1.0, während Google konsequent auf Web 2.0 setzte. Web 1.0 bietet den Internetsurfern einen unerschöpflichen Fundus an Informationen an. Web 2.0 gibt den Internetnutzern die Möglichkeit, Informationen selber anzubieten und andere Informationen zu nutzen.

Das hört sich einfach an, ist aber überaus diffizil. Terry Semel war ausgestattet mit den besten Kontakten zur Filmindustrie von Hollywood und nach den turbulenten ersten Tagen des Internets, in denen Inhalte von überall geklaut wurden, machten Copyright-Probleme die Inhalte zum kritischen Erfolgsfaktor für Internetunternehmen. Semel begann also, mit den bedeutendsten Hollywood-Firmen Verträge zu schließen, um Filme, Werbeartikel und Musik unter Berücksichtigung der Copyright-Vorschriften anbieten zu können. So war eine ganze Armee mit der Verwaltung der Inhalte beschäftigt, nur um stets aktuelle und relevante News und Angebote auf den Yahoo!-Seiten zu haben.

Google hingegen beorderte seine Armee in die Technik-Abteilung und feilte an der Suchlogik seiner Suchmaschine. In Relevanz der Suchergebnisse gelang es Google, seine Wettbewerber (Microsoft und Yahoo!) zu überflügeln. Wer etwas im Internet finden möchte, der geht zu Google. Dabei ist es Google egal, was gesucht und war gefunden wird, Hauptsache das Ergebnis ist relevant.

Die Schlacht ist gewonnen, Yahoo! hat verloren. Dennoch verfügt Yahoo! über die zweitgrößte Reichweite im Internet und sollte nicht ausgezählt werden. Denn das Internet ist groß genug für zwei Gewinner und Yahoo! erfüllt alle Voraussetzungen, diesen Platz einzunehmen. Insbesondere da Yang und Filo, beide technikaffin, nun wieder das sagen haben, erwarte ich einen deutlichen Schwenk Yahoo! zum Web 2.0.

Nachdenklich macht mich hingegen, dass Yang als zweitgrößter Einzelaktionär nicht schon viel früher aktiv geworden ist. Entweder er ist mit seinen gerade einmal 38 Jahren zu alt und tröge, also satt, geworden, um am Puls der Internetzeit zu bleiben, oder er hat einfach kein Gespür für solche Managementaufgaben. Beide möglichen Gründe sprechen nicht gerade für ihn und ich werde ein kritisches Auge bewahren.

Dennoch: im abgelaufenen halben Jahr sind sechs der ursprünglich 16 wichtigsten Manager Yahoo! abgesprungen. Das spricht für ein Aufbrechen alter Strukturen und wenn dadurch nun Veränderungen in Richtung einer stärkeren Technologieorientierung erfolgen, dann gebe ich Yahoo! gute Chancen, schon bald wieder bessere Bilanzzahlen zu veröffentlichen.

Die Spekulation auf den Turnaround der Geschäftsstrategie ist eher langfristig, denn wir werden die Ergebnisse nicht in den nächsten Monaten sehen, sondern frühestens im Herbst / Winter. Dennoch ist es eine Spekulation und fällt daher in das kurzfristige Depot.

22.6.07:
Yahoo!s CEO Terry Semel, der über 60-jährige Hollywood-Star, hat diese Woche endlich das Handtuch geworfen. Ich habe Ihnen bereits häufig angekündigt, dass Yahoo!s Probleme meiner Ansicht nach an Semel liegen und nicht an der Firma. Nun ist er weg und das Potential der Reichweite von Yahoo! kann durch einen neuen CEO besser genutzt werden.

Der neue CEO ist der alte CEO: Jerry Yang, einer der Gründer von Yahoo!, der gerade einmal so alt ist wie Ihr Autor (nämlich 38). Ich weiß nicht, ob er der Mann sein wird, der diesen Konzern mit fester Hand in neue Geschäftsfelder führen kann, aber er ist ein cooler Chef, der wieder helle Köpfe anlocken
wird.

Yahoo! braucht helle Köpfe, und derer sind in den letzten Monaten unter Semel sehr viele gegangen. Das Image von Yahoo! hat gelitten, der Arbeitgeber Yahoo! ist ziemlich unattraktiv geworden, ja fast schon vergleichbar mit einem
Industrieunternehmen. So findet man keine pfiffigen Informatiker, die Innovationen einführen können.

Jerry Yang könnte in einem ersten Schritt dieses Image aufpolieren, denn er ist jung genug, um für junge Leute ein Chef zu sein, zu dem man aufblickt.

Die Rückkehr von Steve Jobs zu Apple habe ich zu spät erkannt. Der Kurs von Apple ist inzwischen um das 25ig-fache angestiegen.

Bei der Rückkehr von Michael Dell zu Dell war ich zu ungeduldig: Die ersten Entscheidungen Michael Dells haben mir nicht gefallen, und so habe ich diese Spekulation sehr früh aufgegeben.

Jerry Yang kam vergangenen Montag zurück, seither ist der Kurs von Yahoo! unverändert. Ich würde keine Optionen auf Yahoo! kaufen und keine schnellen Verbesserungen erwarten. Aber auf Sicht von einem Jahr würde ich mir nun wieder ein paar Yahoo! Aktien ins Depot legen. Wie schon bei Michael Dell wird auch Jerry Yang nicht zu Yahoo! zurückgekehrt sein, um sich dort zu blamieren. Das hat er nicht mehr nötig. Die nächsten Schritte werden bereits festgelegt sein und ich gehe davon aus, dass die Zukunft, und damit das Bewertungsniveau von Yahoo!, in einem Jahr wieder viel besser aussehen wird. Yahoo! ist also wieder eine langfristige Anlage, eine Anlage, die von Jerry Yang unterstützt wird.

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18.4.:
Das Quartalsergebnis von Yahoo! war nicht so gut wie erwartet, der Kurs wird derzeit in den Keller geprügelt. Wir befinden uns in einer Woche mit dreifachem Optionsverfall, es gibt also jede Menge Spekulanten, die ein Auge auf die gängigen Basispreise von Optionsscheinen haben. Für Yahoo! liegen diese bei 27,5 UDS oder 30 USD. Nach dem enttäuschenden Ergebnis ist eher 27,5 USD das Ziel. Und dieses Ziel wird im Verlauf dieser Woche erreicht werden.

Wenn Sie meiner Empfehlung der vergangenen Ausgabe gefolgt sind und Ihre Aktien und Optionsscheine verkauften, dann sollten Sie diese Woche bei Kursen um 27,5 USD wieder einsteigen. Die Enttäuschung ist zwar gerechtfertigt, denn Terry Semel, CEO von Yahoo! kriegt einfach das Geschäft nicht auf die Reihe, aber das Bewertungsniveau von Yahoo! ist bereits niedrig genug und die zum Jahresbeginn begonnene positive Entwicklung wird sich fortsetzen. Leider nicht so schnell, wie Semel dies den Anlegern versprochen hatte, aber die Richtung ist bergauf!

In Euro würde ich ab 20,50 Euro wieder auf der Käuferseite stehen.

11.4.:
Yahoo! bricht heute um 1,7 % ein. Grund ist ein Werbevertrag mit Viacom, den Yahoo! erfolgreich abgeschlossen hat. Damit hat sich Yahoo! gegenüber Google durchgesetzt. Analysten jedoch blasen am heutigen Tag lieber in das Bärenhorn und behaupten, dass dieser Vertrag nichts weiter als ein Racheakt von Viacom gegenüber Google ist, denn die beiden ziehen derzeit aufgrund von Copyright-Problemen bei Videos gegeneinander vor Gericht.

Nächsten Dienstag wird Yahoo! das Quartalsergebnis veröffentlichen. Bis dahin wird nicht viel passieren. Wenn der Kurs also bis dahin so niedrig bleibt, dann wird das Quartalsergebnis als positive Überraschung gewertet, wenn der Kurs nun aber schon steigt, dann wird das Quartalsergebnis kaum zur Kenntnis genommen werden. Halten.

6.3.:
Yahoo! wird der Überraschungssieger der nächsten Quartalserichtssaison werden. Davon bin ich überzeugt. Immer mehr Artikel erreichen mich über den Erfolg der neuen Werbeplattform: Panama funktioniert. Und Panama ist nicht in den Schätzungen der Analysten enthalten. Wenn also der Umsatz von Yahoo! durch Panama auch nur leicht ansteigt und dieser Anstieg in die Zukunft pojeziert wird, dann ergibt sich ein kräftiges Kurspotential für die niedergeprügelte Yahoo!-Aktie.

Nutzen Sie die niedrigen Kurse zum Nachkaufen bzw. steigen Sie in den von mir empfohlenen langfristigen Call-Optionsschein ein.

21.2.:
Die Nacht ist am dunkelsten kurz vor der Morgendämmerung. Bei Yahoo! scheinen sich tatsächlich langsam die Dinge zu bewegen. Fast wöchentlich erreichen mich Meldungen über weitere Top-Manager, die entnervt das Unternehmen verlassen. Zuletzt gingen zwei Direktoren des Musik-Bereichs von Yahoo!, die seit 2001 diesen Bereich mit aufgebaut haben. Bei dem Kompetenz-Gerangel von Yahoo! der letzten Monate ist sogar dieses eine positive Meldung: Weniger Häuptlinge bedeutet weniger Entscheidungsträger, also auch weniger Kompetenzgerangel.

Gleichzeitig werden die ersten Ergebnisse der neuen Werbeplattform Panama bekannt. eBay USA hat eine Testphase erfolgreich abgeschlossen und wird verstärkt auf Yahoo!s Panama setzen, was wiederum zu Lasen von Googles AdWords gehen wird.

Im Bereich der Wap-Suche, der Suchmaschine für Handys, schließt Yahoo! eine Kooperation nach der anderen ab. Da werden Kooperationen mit Herstellern wie LG genauso geschlossen wie mit dem Netzanbieter Vodafone. Über die reine Suchfunktion hinaus wird auch Werbung für Handys getestet.

Für mich sind das alles Zeichen, daß Yahoo! aufgewacht ist. Nachdem nun endlich Panama life gegangen ist kann sich das Management wieder um die anderen Bereiche kümmern. Wie gesagt: Panama kann meiner Einschätzung nach vorerst nur ein Erfolg werden, da Yahoo! eine Menge Aufholpotential mit seinem Netzwerk hat. Bis sich zeigen wird, ob Panama oder AdWords besser ist, wird die Yahoo! Aktie m. E. um 50 % höher stehen als heute.

24.1.:
Yahoo! hat gestern sein Quartalsergebnis vermeldet: Mit 16 Cents Gewinn pro Aktie wurden die Erwartungen von 13 Cents übertroffen. Allerdings waren das die stark verminderten Erwartungen - Yahoo! hatte in den vergangenen Monaten immer wieder die Prognosen gesenkt. Nun ist also der Boden gefunden.

Viel wichtiger als das Ergebnis selbst war die Ankündigung Yahoo!s, am 5. Februar die neue Werbeplattform Panama einzuführen. In den vergangenen Monaten hat Yahoo! immer mehr Werbeumsatz an Googles AdWords verloren. Der Aktienkurs von Google legte 40 % zu während Yahoo! um 15 % einbrach.

"Panama" heißt die neue Werbeplattform und sie wird seit einigen Wochen mit ausgewählten Partnern getestet. Die ersten Reaktionen sind positiv, allerdings gibt es einen wichtigen Wermutstropfen: Der Kunde hat keinen Einfluß auf die Verbreitung seiner Werbung. Während man bei Google beispielsweise das Partnernetzwerk ausschließen kann, wird dies bei Yahoo! nicht zugelassen.

Doch abgesehen davon ist Panama wesentlich leichter zu bedienen und die Logik hinter den Werbeanzeigen ist ausgefeilter, so daß die Werbung auf besser passenden Seiten angezeigt wird.

Panama ist die Symbiose von Overture, dem Erfinder der gezielten und kostenpflichtigen Textwerbung (vormals GoTo.com), und Inktomi, der ehemals besten Suchmaschine im Internet. Aber Yahoo! hat nun bereits über drei Jahre an dieser neuen Werbeplattform geschustert und in dieser Zeit hat Google praktisch das gesamte Internet als Stammkunde gewonnen. Denn die Wartezeit auf Yahoo! war zu lange.

Ich selbst habe immer wieder versucht, über Yahoo! Werbung zu schalten. Nach diversen Problemen, umständlichen Supportrichtlinien und grottenschlechten Ergebnissen habe ich mein Kundenaccount deaktiviert und warte nun auf Panama. Ich denke, es werden viele Werber, so wie ich, Panama eine Chance geben, so daß die erste Reaktion auf die Einführung der neuen Werbeplattform positiv sein wird. Da jedoch die Einschränkung der Werbeverwendung auf bei Panama nicht möglich ist erwarte ich, daß in einem zweiten Schritt die schlechten Werbeergebnisse erneut Probleme für Yahoo! darstellen werden: Die Völkerwanderung zu Google's AdWords wird weitergehen.

Sofern ich also nichts gegenteiliges höre werden wir die höheren Kurse der nächsten Wochen zum Auflösen unserer Position nutzen.

21.12.: Yahoo! entwickelt sich immer mehr zur Enttäuschung des Jahres, denn noch immer sind keine Änderungen beim Management in Sicht. Das Unternehmen scheint die Entwicklungen der Internetgemeinde der vergangenen 12 Monate komplett zu verschlafen. Zum Verkaufen zu spät, halten.

20.11.: Am Wochenende gelangte versehentlich eine interne E-Mail eines Yahoo!-Managers an die Öffentlichkeit. Es war ein feuriges Plädoyer für Umstrukturierungen und Schließungen einiger junger Unternehmensbereiche. Blumige Metaphern wie er "habe lila/gelbes Blut in seinen Adern" (die Unternehmensfarben von Yahoo!) oder auch er habe sich ein "Y" in seinen Hinterkoppf rasieren lassen sollen seine Unterstützung des Unternehmens beweisen.

Brad Garlinghouse ist der Name des Mannes, der solche Forderungen aufstellt. Sein Name ist mir noch aus dem Jahr 2000 bekannt, damals war er bei der Venture Capital Firma CMGI tätig und führte einige unprofitable Bereiche. Der Kurs von CMGI stand damals bei 160 US-Dollar, heute steht die Aktie bei 1,45 US-Dollar.

Anschließend hat ein eine Voice-over-IP Firma geführt. Auch dort lief das Geschäft nicht so, wie geplant. Garlinghouse mußt 90 der 140 Mitarbeiter nach Hause schicken. Anschließend verkaufte er das Unternehmen im Rahmen seiner Vertragsverhandlungen an Yahoo!.

Bei Yahoo! hat Garlinghouse sodann den Messenger-Bereich geführt. Die Vouce-over-IP Funktionalität sollte dort ein integraler Bestandteil werden. Doch weder haben Sie bis heute etwas nennenswertes von der VoIP-Funktion des Messengers gehört, noch hat er den VoIP-Marktführer Skype gekauft. eBay hat ihm diesen Happen vor der Nase weggeschnappt.

Er fasse sich also an seine eigene Nase! Und wenn er dann verlangt, daß Yahoo! 20 % seiner Mitarbeiter entlassen solle, dan möge er sich an seine eigenen Worte aus dem Jahr 2002 erinnern. Damals behauptete er im Rahmen einer Harvard-Studie: "Wenn die Mitarbeiterzahl gekürzt wird, dann nimmt man dem Unternehmen die Möglichkeit zu wachsen. Also müssen erneut Mitarbeiter entlassen werden, was zu einer Todesspirale führt..."

Ich stimme Garlinghouse zu: Bei Yahoo! muß sich etwas ändern. Aber mit einer solch oberflächigen, aber reißerischen E-Mail wird nur böses Blut geschürt. Die Chefetage hat in meinen Augen nur eine Chance: Diesen Querolanten zu feuern.

Sie sehen an dieser Geschichte, wie angespannt die Lage bei Yahoo! ist. Eine Interne E-Mail wird komplett im Wallstreet Journal abgedruckt. Mag sein, daß noch nicht der richtige Weg aus der Misere gefunden ist. Aber wenn selbst eine solche Geschichte, die es binnen weniger Stunden in alle maßgeblichen Medien schafft, den Kurs nicht nach unten prügelt, dann hat die Aktie ihren Boden gefunden. Halten Sie also Ihre Position.

Passen Sie aber auch, was in den nächsten Tagen über Garlinghouse berichtet wird: Wenn die Chefetage klein beigibt und dem "Rat" dieses Querolanten folgt, dann verkaufen Sie bitte so schnell wie Sie können.

16.11.: Aus technischer Sicht gibt es erste Anzeichen dafür, daß ein Boden gefunden wurde: Fidelity Fonds alleine hat in den vergangenen Wochen 16 Mio. Yahoo! Aktien verkauft, andere Fonds haben sich Berichten zufolge ebenfalls von Yahoo! getrennt. Der Kursrutsch der vergangenen Wochen ist also auf diese Verkäufe zurück zu führen. Wenn das endet steht ein Kursanstieg bevor.

Weiterhin haben zum Jahresbeginn, als Yahoo! noch bei 40 USD stand, 78 % aller Analysten eine Kaufempfehlung auf Yahoo! gehabt. Inzwischen ist der Kurs auf 27 USD gefallen uund nun sind nur noch 61 % der Analysten optimistisch gestimmt.

Alles Kontraindikatoren: Wenn die Verkäufe durch institutionelle Anleger beendet und wenn die Analysten ausreichend pessimistisch für die Aktien eingestellt sind, dann beginnt die Aktie zu steigen. Halten Sie also Ihre Yahoo! Position.

15.11.: Yahoo! ist nicht gesund. Ganz und gar nicht. Aber dafür ist der Kurs in diesem Jahr auch schon um 40 % gefallen. Auf dem aktuellen Kursniveau ist eingepreist, daß die besten Köpfe Yahoo! verlassen, um "sich in flexibleren Start-up Firmen zu verwirklichen". Auf diesem Preisniveau ist auch die verspätete Einführung der neuen Werbeplattform "Panama" eingepreist. Und auf diesem Niveau ist eingepreist, daß Yahoo! weiter Suchanteile an Google verliert.

Nicht eingepreist ist die Inkompetenz des Managements. Jede erfolgreiche Übernahme in den letzten Monaten wurde von Google vermeldet. Stets war Yahoo! auch unter den Interessenten, konnte sich aber nicht durchsetzen.

So langsam beginne ich daran zu zweifeln, daß CEO Terry Semel, der Yahoo! nach dem Zerplatzen der Internetblase zum größten Internetunternehmen der Welt machte, noch immer ein Gespür für die neuesten Entwicklungen unserer Internetzeit hat. Ich denke, sein Abschied würde den Kurs ad hoc um 10 % nach oben katapultieren.

Heute wurde vermeldet, daß Yahoo! mit Vodafone kooperiert: Wer Yahoo!-Werbung auf seinem Handy zuläßt, zahlt weniger Handy-Gebühren. Semel hat sich an die Öffentlichkeit gewandt und beschwört diese, daß der Werbemarkt größer sei, als dies derzeit von Analysten erwartet werde. Das hat Semel meiner Ansicht nach gut erkannt - nur ich hoffe, Yahoo! kann von diesem Wachstum profitieren.

Weiter halten, denn schlimmer kann's nimmer.

1.11.: Gerüchte über eine Übernahme von AOL durch Yahoo! halte ich für überzogen: Time Warner hat sich gerade von 12 Zeitschriften getrennt und wird sich nun auf das online-Geschäft konzentrieren. Da wird es nicht AOL verkaufen - außerdem würde AOL mit seinem verstaubten Image nicht gut zu Yahoo! passen.

28.10.06: Banc of America gibt eine Kaufempfehlung für Yahoo! aus. Kursziel: 34 USD.

20.10.06: Aus dem Ergebnis von Yahoo! können Sie das Ergebnis von Google ablesen – und umgekehrt. Die Probleme von Yahoo! werden durch Google verursacht. Google nimmt Yahoo! die Butter vom Brot, Yahoo! ist nicht schnell genug, um Google Paroli zu bieten.

Yahoo! vermeldete ein schwaches Quartalsergebnis und auch der Ausblick bliebt verhalten. Google hingegen konnte seinen Gewinn verdoppeln und gab sich weiterhin optimistisch.

Google halten bis 500 US-Dollar, Yahoo! können Sie unter 18,50 Euro nachkaufen.

Stephan Heibels Investmentideen werden im Heibel-Ticker Portfolio umgesetzt und können dort transparent nachverfolgt werden.

Die Heibel-Ticker PLUS Mitglieder nutzen die Investmentideen in der Regel zur Orientierung für ihre eigenen Investmententscheidungen. Deren Performance ist in der Regel noch besser als die durchschnittlichen 11% pro Jahr vom Heibel-Ticker Portfolio.

Bei Interesse finden Sie auf der Heibel-Ticker PLUS Seite weitere Informationen und Möglichkeiten zur Mitgliedschaft. Antworten zu den häufigsten Fragen gibt es ebenfalls und gerne beantworten wir individuelle Fragen über das Kontaktformular.