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Archiv Heibel-Ticker STANDARD

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16.10.2020:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

15. Jahrgang - Ausgabe 42 (16.10.2020)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Corona, US-Wahlen, Brexit, Konjunkturpaket, ...
02.So tickt die Börse: Einfach gestrickt
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht
 -
04.Ausblick: Vier spannende Wochen stehen an
05.Leserfragen
 - : Positionsbestimmung Corona
06.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
07.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Corona, US-Wahlen, Brexit, Konjunkturpaket, ...

Liebe Börsenfreunde,

Vor ein paar Wochen habe ich Thomas Caduff kennengelernt: Ein umtriebiger Schweizer, bestens vernetzt in der Fondswelt und mit dem inneren Antrieb ausgestattet, seine Kenntnisse über die Finanzwelt zu vermitteln. Wir hatten ein nettes Gespräch, das in das folgende Interview mündete:

https://fundplat.com/interview/jedes-jahr-beantworte-ich-weit-ueber-1-000-individuelle-inhaltliche-leserfragen-zu-aktuellen-boersenthemen/

Es spitzt sich zu, die Entwicklungen überschlagen sich und an den Aktienmärkten steigt die Nervosität. In Kapitel 02 lesen Sie heute, warum der Pawlowsche Reflex auf das Börsenparkett zurückgekehrt ist. Wir müssen uns auf einfache Kausalitäten zurück besinnen.

Dem aktuellen Aktiensentiment entnehme ich, dass wir noch mindestens einen weiteren Rücksetzer benötigen, bevor wir uns über neue Hochs im DAX freuen können. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 03.

Wir haben heute bei zwei unserer Wunschkandidaten zugegriffen, die restliche Wunschliste habe ich aktualisiert und um zwei Kandidaten ergänzt. In Kapitel 04 zeige ich Ihnen zudem auf, was ich in den kommenden vier Wochen erwarte.

Nun hat mir ein Leser vorgeworfen, ich würde mich an der Panikmache der Massenmedien in Deutschland hinsichtlich Corona beteiligen. Das Gegenteil ist der Fall, finde ich. Ich habe sehr frühzeitig auf einige Unstimmigkeiten in der öffentlichen Wahrnehmung hingewiesen. Im Rahmen einer Leserfrage habe ich in Kapitel 06 meine Position erneut kurz dargelegt ..., wenngleich dem Leser auch diese Antwort nicht weit genug geht.

Diese Woche gibt es keine Updates zu unseren offenen Positionen, daher folgt sofort unser Portfolio in Kapitel 07. Unser Portfolio konnte diese Woche unverändert aus dem Rennen gehen, während der DAX 1% abgeben musste. Mit einer Jahresperformance von bislang +13,4% gegenüber -2,5% im DAX stehen wir noch immer sehr gut da. In den kommenden Wochen stellen wir die Weichen dafür, dass dieser Vorsprung bis zum Jahresende möglichst noch anwächst :-).

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts201018.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Einfach gestrickt

Was, wenn die zweite Coronawelle in Deutschland zu einem zweiten Lockdown führt? Diese Befürchtung sorgte diese Woche für einen weltweiten Ausverkauf, der in Deutschland seinen Ursprung hat. Denn, wenn Deutschland seinen vermeintlichen Reichtum nutzen muss, um die eigene Wirtschaft zu unterstützen, wer soll dann die Rechnungen der anderen europäischen Länder bezahlen?

Erschwerend kamen zum Wochenbeginn Meldungen von Johnson & Johnson, sowie Eli Lilly hinzu, dass deren klinische Tests von Corona-Medikamenten ausgesetzt wurden.

Im Fall von Johnson & Johnson gab es einen Patienten unter den über eintausend Teilnehmern der Corona-Impfstoffstudie, der aus bislang ungeklärten Gründen krank wurde. Es ist eine Standard-Prozedur, dass der Test in einem solchen Fall so lange pausiert wird, bis dieser eine Fall geklärt ist. Das kommt wohl, wie wir inzwischen gelernt haben, alle Nase lang vor, ist also nichts Dramatisches. Trotzdem haben einige Trader mit nervösem Zeigefinger schnell den Verkaufsknopf gedrückt.

Im Fall von Eli Lilly ist die Sache nicht so einfach: Die US-Gesundheitsbehörde FDA moniert fehlende Sicherheitsstandards bei der Produktion des Corona-Behandlungsmedikaments und hat die Testphase aus diesem Grund pausiert. Die Probleme seien schon über ein Jahr bekannt, hört man inzwischen. Das scheint also nicht so einfach zu beheben zu sein. Eli Lilly forscht nach einer Behandlungsmethode, die der von Regeneron ähnelt. Präsident Trump war mit dem Medikament von Regeneron behandelt worden und hatte sich erstaunlich schnell von seiner Infektion erholt.

In der abgelaufenen Woche waren außerdem noch einige Verhaltensmuster zu beobachten, die seit vielen Jahren bekannt sind:

Apple hat das neue iPhone 12 vorgestellt. Im Vorfeld wurde die Aktie auf neue Hochs gejubelt. Die Reaktion auf die Vorstellung war sodann ein gelangweiltes Gähnen, einhergehend mit einer Liste von unerfüllten Träumen. Die Aktie brach also am Tag nach der Präsentation ein. Das ist seit vielen Jahren so und es scheint sich nicht unter den Anlegern herumzusprechen. In einigen Wochen werden dann alle "überrascht" sein, wie viele iPhones vorbestellt werden und die Aktie beginnt wieder zu klettern.

Amazons Prime Day wurde im Vorfeld ebenfalls bejubelt, die Aktie kletterte in Richtung Allzeithochs, doch während der Prime-Tage kursierten Berichte darüber, dass die Sonderangebote gar nicht so sensationell seien, und dass damit sicher keine Bäume ausgerissen würden. Und so gab auch die Aktie von Amazon im weiteren Wochenverlauf nach.

Jedes Jahr gibt es ein neues iPhone-Modell und jedes Jahr gibt es nun seit einigen Jahren den Prime Day. Diese Ereignisse sind keine Überraschungen, dürften also kaum einen Einfluss auf die Kursentwicklung haben. Dennoch ist das hier beschriebene Muster Jahr für Jahr aufs Neue zu beobachten.

Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass solche wiederkehrenden Muster von institutionellen Anlegern ausgenutzt werden. Für uns Privatanleger gibt es kaum Möglichkeiten, nennenswert davon zu profitieren. Doch das scheint sich nun geändert zu haben. Vielleicht gibt es eine neue Generation von Anlegern, die den alten Fehlern verfallen.

Möglicherweise haben Finanzkrise und Eurokrise tatsächlich dazu geführt, erfahrene Anleger von solchen einfachen Mustern fern zu halten. Aber diese Muster sind zurück: Vielleicht gibt es neue Anleger, angezogen durch die Langeweile der Lockdown-Zeit, die an den Aktienmärkten so agieren, wie ich es zuletzt vor 15 Jahren gesehen habe.

Es ist gar nicht so schwer, deren Argumentationskette nachzuvollziehen: Diese Woche haben die großen US-Banken - wie jedes Quartal - als erste Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Oh Wunder, überall gab es hohe Risiko-Vorsorgen, die das Ergebnis verhagelt haben. Während Corona in der Großindustrie durch politische Hilfen gemildert wird, trifft es die Gastronomen, die Künstler und die Reisebüros in voller Härte. Und die großen Banken sind die Kreditgeber dieser Corona-Verlierer. Kein Wunder also, dass die Risikovorsorge mit zunehmender Dauer der Reisebeschränkungen und vor dem Hintergrund der zweiten Coronawelle ansteigen.

Nun wurden natürlich die großen Banken verkauft. Wo fließt das Geld hin? Ganz einfach: zu den Finanzaktien, deren Unternehmen keine Kredite ausgeben: die FinTechs! Paypal und Square.

Manchmal denke ich, wenn Zusammenhänge so einfach und offensichtlich sind, Muster so bekannt sind, dann habe ich keinen Vorsprung vor anderen Anlegern. An der Börse verdient man Geld, wenn man ein wenig besser ist als die anderen. So offensichtliche Muster sind doch weithin bekannt und liefern mir, der ich diese Muster kenne, keinen nennenswerten Vorteil... doch damit scheine ich derzeit einem anderen Börsensprichwort zu unterliegen: Don't "overintellectualize" - Denk nicht zu kompliziert, denn die meisten Marktteilnehmer sind einfach gestrickt.

Trade Republic und Robinhood haben eine neue Generation von Anlegern an die Börse gebracht. Die niedrigen Transaktionsgebühren werden dadurch realisiert, dass Aktien direkt aus dem eigenen Bestand des Brokers zu Marktpreisen an ihre Kunden verkauft werden. Anschließend gehen die Broker an die Börse und decken sich mit den erforderlichen Aktien ein. Der Gewinn des Brokers liegt darin, kleine Schwankungen zum eigenen Vorteil auszunutzen: Meist kann er sich günstiger eindecken, als er dem Kunden die Papiere verkauft hat.

Aber bei Paypal und Square gibt es keine Schwankungen. Die Aktien steigen kontinuierlich an, ohne Pause. Broker, die auf eine Verschnaufpause warten, blicken auf immer schneller anwachsende Leerpositionen (sie haben Aktien an ihre Kunden verkauft, die sie noch gar nicht besitzen). Und so wird der Kaufdruck der Kunden innerhalb eines Brokers verstärkt an die Börse übermittelt.

Ein letztes Verhaltensmuster, das uns noch eine Weile begleiten wird: Egal, ob die zweite Coronawelle in ihrer Bedrohung zunimmt, oder ob Johnson & Johnson oder Eli Lilly Probleme bei ihren klinischen Tests melden, umgehend werden wie bei einem pawlowschen Reflex Aktien von Peloton, Zoom Video, Roku oder Docusign gekauft. Clever? Hmm, nun, dafür muss man kein Einstein sein, aber es funktioniert trotzdem.

Schauen wir abschließend auf ein Verhaltensmuster, das sich wohl in den kommenden Wochen zeigen dürfte: Die Reaktion auf die Wahlprognosen für die US-Präsidentschaftswahl. Wofür steht Joe Biden?

Es ist schwer, während des lauten Wahlkampfgetöses belastbare Überzeugungen herauszufiltern. Bezüglich China hat Joe Biden seit Jahrzehnten jede US-Politik mitgetragen: Sei es Schmusekurs, sei es Härte. Er ist gut vernetzt in China und ich kann mir schwer vorstellen, dass der das Poltern des Donald Trump weiterführen wird. Entsprechend gehe ich davon aus, dass sich das Verhältnis zwischen China und den USA unter einem US-Präsident Joe Biden verbessern würde: Entweder Schmusekurs, oder aber zumindest verlässliche Fronten - was gegenüber der Unberechenbarkeit Trumps schon eine Verbesserung darstellen würde.

Wenn sich also unter einem potentiellen US-Präsidenten Joe Biden das Verhältnis zu China verbessert, dann profitieren insbesondere diejenigen Unternehmen, die unter der harten Politik Trumps gelitten haben. Das ist insbesondere die US-Chipindustrie, die in China stark vernetzt ist: Nvidia, Skyworks Solutions, Marvell, ... aber auch Apple, deren Produkte in China teilweise boykottiert wurden.

Außerdem fallen mir eine Menge einzelner Unternehmen ein, mit jeweils besonderen Gründen: Die Freizeit Parks von Walt Disney sind in China nicht nur wegen Corona vorübergehend leer gewesen, sondern sie werden nach wie vor von einem Teil der Bevölkerung gemieden. Der Anti-Amerikanismus wächst. Nike und Starbucks fallen in die gleiche Kategorie wie Disney.

Boeing hat in den vergangenen Jahren keine einzige Neubestellung aus China erhalten. Mastercard hat eine Zulassung für den chinesischen Markt erhalten, dennoch geht der Prozess nur sehr schleppend voran. Microsoft wird durch chinesische Produkte ersetzt, genau wie Android von Alphabet. Es gibt also eine ganze Reihe von Unternehmen, deren Aktien vermutlich anziehen dürften, wenn Joe Biden seinen Vorsprung in den kommenden Wochen ausbaut.

Auf der anderen Seite steht Donald Trump für Aktien alter Industrien, die ohnehin bereits mit dem Rücken zur Wand stehen: Öl und Gas werden von Trump gefördert. Unternehmen, in die ich schon ewig nicht mehr investiere, weil die Musik in erneuerbaren Energien spielt.

Wenn Sie glauben, solche Verhaltensmuster sind zu einfach: Lesen Sie sich das Kapitel ein zweites mMl durch. Don't overintellectualize.

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES15.10.20Woche ΔΣ '20 Δ
Dow Jones28.737 0,5%0,3%
DAX12.909 -1,1%-2,6%
Nikkei23.411 -0,9%-1,0%
Shanghai A 3.497 2,0%9,8%
Euro/US-Dollar1,17-1,0%4,6%
Euro/Yen123,48-1,1%1,0%
10-Jahres-US-Anleihe0,75%-0,03-1,19
Umlaufrendite Dt-0,62%-0,07-0,39
Feinunze Gold$1.899 -1,6%25,6%
Fass Brent Öl$43,00 0,4%-37,5%
Kupfer6.683 -0,8%7,6%
Baltic Dry Shipping1.561 -17,5%43,2%
Bitcoin11.428 1,9%56,7%



Der Baltic Dry Verschiffungsindex sticht mit seinem großen Minus heraus. Der Einbruch ist leicht zu erklären: Sollte die zweite Coronawelle zu weiteren Lockdowns führen, wird der globale Handel erneut leiden - es würde weniger verschifft und die Verschiffungsraten würden fallen. Das nimmt der Baltic Dry nun schon vorweg.

Während in der westlichen Welt die Börsenmärkte Federn ließen, konnte der Shanghai A Aktienindex zulegen. China hat durch das Abriegeln von Wuhan und den autoritär durchgesetzten Maßnahmen Corona am besten verarbeitet und wird nun, wenn wir den Statistiken glauben dürfen, auch die mildeste zweite Welle haben.

Schauen wir nun, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Vor einer Woche schrieb ich "Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar [...] Wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen". Am Mittwoch dieser Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor - leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohe Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation



Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen..., ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schon mal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.










04. Ausblick: Vier spannende Wochen stehen an

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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05. Leserfragen



Positionsbestimmung Corona

Fr, 16. Oktober um 17:16 Uhr
Guten Morgen Herr Heibel,

seit Jahren lese ich gerne Ihren kostenlosen Newsletter.

Nun schenke ich Ihnen eine Stunde für dieses eMail und gebe Ihnen damit etwas zurück. ;)

Seit Jahren hatte ich das Gefühl, daß Sie einen guten Durch- und Überblick haben.

Seit Wochen nun enttäuschen Sie mich mit Ihren Äusserungen über Ihre plandemiekonformen Corona-Anmerkungen.

Es ist für mich offensichtlich, daß Sie die Zahlen und Angaben des RKI nicht einmal im einfachen Dreisatz auf Logig überprüft haben.

Zudem durchschauen Sie offensichtlich nicht das politische Spiel mit der Pandemie, welches schon von sehr vielen Menschen jeden Standes durchschaut wurde und wird.

ENDLICH kann man AUCH auf ARD Extra gute aufklärende Informationen erfahren.

Damit bröckelt die Fakepandemie erheblich! Leider auch Ihre Expertiese und Glaubwürdigkeit.

Sie haben das üble Spiel per Pharma und Politik nicht durchschaut oder fast schlimmer, sogar scheinbar mitgespielt!

Ich habe ab ca. März schon gewusst, daß da etwas nicht stimmt mit den Informationen zu Corona von den Leitmedien!

Mir dann sehr viele Nachrichtenkanäle auf YouTube, Telegram und Bichute angeschaut. (s.u.) Mein Statistikverständnis usw. hat sich seit dem wieder wohl gefühlt.

Sie haben sich in meinen Augen restlos blamiert, mit Ihren völlig staatskonformen Ansichten bzw. Ihrer Schreibweise zur Plandemie im Newsletter.

Damit Sie wieder in die angstbefreiende Lage kommen den Durch- und Überblick zu haben:
https://m.youtube.com/watch?v=J3K3hjn5PAA 8Minuten ARD

oder original 21Minuten:
https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-344.html

Mit freundlichem Gruß
Thomas aus Hamburg


ANTWORT
Da fühle ich mich von Ihnen falsch verstanden: Ich habe auf die fehlende „Übersterblichkeit” hingewiesen. Ich habe auch betont, dass die Sterbefälle aussagekräftiger sind als die Zahl der Infizierten. Und ich habe mehrfach gefordert, Risikogruppen gesondert zu schützen. Den Lockdown habe ich als übertrieben beschrieben, nicht in der Entscheidung, sondern in der Dauer und ich habe schon sehr frühzeitig gefordert, kleinteiligere regionale Maßnahmen zu ermöglichen.

Sie können mir vorwerfen, dass ich nicht in den Tonfall der Corona-Leugner einstimme. Ich halte deren Vorgehen allerdings nicht für hilfreich. Grundsätzlich sterben jedes Jahr viele Menschen an Grippe und ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt, ein wenig mehr Achtsamkeit für dieses Thema in der Gesellschaft zu verankern. Sprich: Im Herbst gegenüber Risikogruppen verstärkt mit Maske zu agieren, halte ich grundsätzlich auch für die Zeit nach Corona für eine gute Idee.

Im April habe ich eine ganze Reihe von Ärzten in meinem Umfeld gebeten, die Kritik, die sie an dem Lockdown hatten, fundiert vorzubringen, ich würde das veröffentlichen. Einige sind meinem Wunsch nachgekommen und haben entsprechende Artikel für mich geschrieben. Als ich sie dann im Detail nochmals darauf hingewiesen habe, dass diese Ausführungen dann öffentlich seien, haben einige dann einen Rückzieher gemacht, der Rest hat die Artikel so weit zusammen gestrichen, dass eine Veröffentlichung keinen Sinn mehr machte. Hintergrund: Alle hatten Angst vor der Kassenärztlichen Vereinigung, die sie dann nachteilig behandeln könnte.

Und über all diesen berechtigten Kritikpunkten in Deutschland schwebt die Frage: Wie kommt es, dass Frankreich, Italien und viele andere Länder / Regionen unter Corona kollabieren? Ich habe dafür dutzende individuelle Gründe gesammelt, aber ausreichend und umfassend ist auch das noch nicht.


RÜCKANTWORT
Guten Abend Herr Heibel,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme.

Ein wenig revediere ich dann meine Kritik, weil ich nicht ausschliessen kann, Ihre angeführten kritischen Corona-Anmerkungen übersehen zu haben.

Dennoch bleibt auch nach und durch Ihre netten Zeilen an mich, mein Eindruck, daß Sie die Dimension der Plandemie noch nicht ausreichend erfasst haben.

17% der Menschen einer Umfrage sind bereits aufgeklärt und gem. der Regierung, deren Medien und Ihnen: "Corona-Leugner".

Wenn man versucht "Andersgläubige" oder "Vordenker" mit Schimpfwörtern zu titulieren, ist es ein trauriges aber auch deutliches Zeichen.

Wenn es bald 30% und mehr sind, ist es keine Glanzleistung mehr, dann mit dem eigenen Durchblick zu glänzen. ;)

Ich hoffe sehr, daß noch viele aufwachen und alle gemeinsam das drohende Unheil für alle Menschen abwenden können.

Jeder kleine Hinweis, der anderen verhilft über die Situation kritisch nach zu denken oder nachzuforschen, ist hilfreich.
Propaganda nach zu plappern ist dumm.

Alles Gute für Sie und Ihre Lieben!

Mit freundlichem Gruß
Thomas aus Hamburg

ANMERKUNG: Der Leser hat seine E-Mail mit einer Linkliste versehen, deren Quellen sich bei meiner stichprobenhaften Überprüfung um Sachlichkeit bemühen. Die Liste ist jedoch zu lang, würde dieses Format hier sprengen. Wer Interesse hat kann die Liste gerne bei mir anfordern, E-Mail reicht.



06. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

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Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



07. An-/Ab-/Ummeldung

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